Der
Arbeitsvertrag wurde unterschrieben, die Vorfreude auf den neuen Job ist
riesig. Doch trotzdem sind bei vielen Jobwechslern Unsicherheiten, die stärker
werden je näher der erste Arbeitstag rückt:
Sind die eigenen Englischkenntnisse, die im Lebenslauf noch selbstbewusst mit
verhandlungssicher beschrieben wurden, ausreichend? War der Jobwechsel
wirklich die richtige Entscheidung? Was, wenn mich keiner der Kollegen
mag?
Egal, ob es
sich dabei um den ersten Job nach Studium oder Ausbildung handelt oder man
schon ein alter Hase im Berufsleben ist: diese Gedanken sind ganz normal.
Dennoch gibt es ein paar Tipps und Tricks, um die ersten Tage angenehmer zu
gestalten.
Vorbereitung ist das halbe Leben
Schauen Sie sich doch nochmals in Ruhe auf der Homepage um. Wird vielleicht das Team vorgestellt? Dann können Sie so die Namen der neuen Kollegen schon einmal in Ruhe ansehen. Vielleicht finden Sie auch Informationen zu Kunden.
Planen Sie für den Weg zur Arbeit ausreichend Zeit ein. Natürlich kann es immer mal passieren, dass man im Berufsverkehr fest steckt. Am ersten Tag sollte man das aber möglichst vermeiden. Unpünktlichkeit sollte nach Möglichkeit nicht der erste Eindruck der Kollegen von einem sein. Falls trotz guter Planung das Auto nicht anspringt oder die Bahn nicht fährt – rechtzeitig Bescheid sagen.
Präsentieren Sie sich

Gerade am ersten Arbeitstag, aber auch in den ersten Wochen, wird es bestimmt häufig vorkommen, dass Sie sich neuen Kollegen und Kunden kurz vorstellen sollen. Überlegen Sie sich doch einfach im Vorwege schon einmal, was über Sie und Ihre alte Tätigkeit wichtig ist. Halten Sie sich dabei auf jeden Fall kurz – drei bis vier Sätze reichen komplett aus. Konzentrieren Sie sich hierbei zunächst auf Jobrelevantes. Im folgenden Smalltalk kann man dann gerne weiter ausholen. Gerade im Kontakt mit den neuen Kollegen ist es zusätzlich nett zu erzählen, worauf Sie sich bei dieser neuen Herausforderung besonders freuen.
Lieber over- als underdressed
Das Thema
Dresscode am ersten Arbeitstag könnte alleine ganze Bücher füllen. Das Problem
hierbei ist, das jedes Unternehmen seine eigenen Richtlinien hat. Natürlich
spielt auch die Branche in der gearbeitet wird eine große Rolle. Vielleicht
haben Sie in vorherigen Gesprächen vor Ort schon einen Blick auf die Kleidung
der neuen Kollegen werfen können oder auf der Homepage sind Bilder, die als
Outfitinspiration dienen können.
Falls Sie ganz unsicher sind, fragen Sie einfach nach! Im Zweifel gilt jedoch:
lieber over- als underdressed. Eine Krawatte, Blazer oder Jackett kann man
schnell und unauffällig ablegen, andersherum wir es schwieriger.
Beobachten, Fragen & Notieren
Nutzen Sie
die erste Zeit ruhig, um alles um sich herum in Ruhe zu beobachten.
Halten Sie die Augen und Ohren offen und bekommen Sie ein Gespür dafür, wie der
Hase in Ihrem neuen Unternehmen läuft. Das beinhaltet auch, wie im Team
kommuniziert wird, wie die Hierarchien gelebt werden und was es für soziale
Gefüge untereinander gibt.

Manche Probleme und Fragen lassen sich auch durch
ausgiebiges Beobachten nicht herausfinden. Wann wird Mittagspause gemacht? Darf
ich mich bei der Milch im Kühlschrank einfach bedienen? Das sind bestimmt keine
Weltbewegenden Fragen, aber die Antwort macht Ihnen den Arbeitsalltag
angenehmer. Bevor Sie also jedes Mal beim Griff zur Milch für Ihren Kaffee
einen unbeobachteten Moment abwarten, fragen Sie einfach einen Kollegen. Wie
hat man in der Sesamstraße schon als Kind gelernt? „Wer nicht fragt, bleibt
dumm.“
Natürlich hat auch das Grenzen. Damit Sie nicht alles vier- oder fünfmal fragen
müssen: machen Sie sich Notizen! Auch wenn es nur Kleinigkeiten sind, wie der
Dateipfad zu einem Dokument oder die Zugangsdaten für das HR-Programm. In den
nächsten Tagen werden sie bestimmt das ein oder andere Mal sehr nützlich sein.
Kleine Missgeschicke akzeptieren
Sie nehmen
in der Besprechung auf dem Chefsessel platz? Oder müssen Ihren Kollegen fünf
Mal nach dem Namen fragen? Ihnen fallen auf einmal die Grundlagen einfacher
Programme nicht mehr ein?
Machen Sie sich deswegen keinen Kopf! Die Wahrscheinlichkeit, dass den anderen
das vermeintliche Missgeschick gar nicht aufgefallen ist, ist groß. Und selbst
wenn: jeder hatte einmal seinen ersten Tag im neuen Job und Ihre neuen Kollegen
werden Ihr Verhalten mit hoher Sicherheit nicht so überanalysieren, wie Sie
denken.
Geben Sie sich Zeit

Die
IT-Abteilung hat Ihren Zugang noch nicht freigeschaltet. Der Kollege führt ein
Telefonat nach dem anderen und hat keine Zeit, Ihnen den Ablauf zu erzählen.
Der Chef rennt von Meeting zu Meeting, anstatt Sie wie besprochen allen
vorzustellen. Und Sie? Sie warten.
Leerlauf ist am Anfang ganz normal. Bleiben Sie ruhig und regen sich nicht auf.
Machen Sie sich mit den Ordnerstrukturen vertraut, arbeiten Sie sich in das
neue Verwaltungsprogramm ein oder beobachten einfach, wie die Kollegen Ihren
Arbeitstag strukturieren und an Aufgaben herangehen. Bieten Sie Kollegen auch
einfach mal Ihre Hilfe an.
Der stressige Arbeitsalltag wird Sie noch schnell genug wieder einholen.
Machen Sie
sich keinen Stress: Keiner erwartet von Ihnen, dass Sie von Anfang an wissen,
wie der Hase läuft. Geben Sie sich Zeit für die Eingewöhnung und behalten im
Hinterkopf, dass die neuen Kollegen sich auch erst an ein neues Mitglied im
Team gewöhnen müssen. Sie werden merken, nach ein paar Tagen bekommen Sie auch
konkrete Arbeitsaufträge.
Jetzt ist der Zeitpunkt, um zu beweisen, warum man Sie eingestellt hat.
Wichtig: Machen Sie keine falschen Versprechungen. Die neuen Kollegen und Vorgesetzten
wissen noch nicht, was Sie können und was nicht. Versprechen Sie nicht, etwas
umzusetzen, was außerhalb Ihrer Möglichkeiten ist. Bleiben Sie ehrlich und
zeigen sich engagiert, dann kann im neuen Job eigentlich nichts schief gehen.
Denken Sie daran, dass Ihr Vorgesetzter Sie eingestellt hat, weil man auf Ihr Wissen und Können vertraut. Haben Sie doch auch einfach etwas Vertrauen. Was kann denn schon passieren?
Falls Sie Ihren neuen Traumjob noch nicht gefunden haben, schauen Sie sich doch einfach mal bei unseren aktuellen Vakanzen um. Gerne überlegen wir auch gemeinsam mit Ihnen, was der nächste sinnvolle Karriereschritt für Sie ist. Rufen Sie uns einfach einmal an!